
Bei der aktuellen Landtagswahl wird auch mein Name auf dem Wahlzettel stehen, für die Landesliste der Basispartei. Ein braver Spießbürger fragte mich, ob das denn sein müsste. Alles sei doch wieder so normal, der Kamerad Schulze sei doch keine schlechte Wahl und Didi Hallerforden erst! Ich hingegen bemängele einen latenten Totalitarismus in dieser Gesellschaft, der auch weisungsgebundene Bundesbehörden wie das RKI zu dummfrechen Bauernfängereien verleitet.

Die regionale Lückenpresse vermeldet schon fast 10 000 „Hitzetote“ in diesem Jahr und beruft sich auf das Robert-Koch-Institut, das in den Sommermonaten „Wochenberichte zur hitzebedingten Mortalität“ veröffentlicht. Die Methodik ist simpel: Man filtert die Kalenderwochen mit über 20 °C Mitteltemperatur heraus und erklärt die vom statistischen Bundesamt gelieferten Zahlen zur Übersterblichkeit in diesen Zeiten zu „Hitzetoten“. Das Modell liefert die gewünschten Ergebnisse: In 2026 waren so bis zur Kalenderwoche 29 fast 10 000 Hitzetote zu verzeichnen. Die Unterscheidung „an Hitze“ oder „mit Hitze“ wird nicht einmal versucht (wie schon bei Corona) und so werden massenhaft Ertrunkene, Unfallopfer und „Gemesserte“ zu „Hitzetoten“. Die Medien verbreiten marktschreierisch die Botschaft: „Der Klimawandel kostete x tausend Tote!“
Dabei erhebt die Meteorologie längst tägliche Daten zu den realen physiologischen Auswirkungen von Hitze auf den Menschen. Dafür gibt es die „Feuchtkugeltemperatur“. Ein geeichtes Thermometer wird mit einem Textil umwickelt und feucht gehalten. Gemessen wird die Kühlwirkung durch die Verdunstung, wie sie auch der schwitzende Mensch erzeugt. Die Kühlwirkung hängt dabei von der Feuchte der Umgebungsluft ab. In großen Gewächshäusern ist ein Feuchtkugel-Thermometer durchaus sinnvoll. Ab ca. 30 °C an diesem so präpariertem Thermometer wird es kritisch für den Menschen, dann geht auch mit der Thermoregulation (schwitzen) zu wenig. Das Gewächshaus sollte dann besser belüftet werden.

Am 3.8.2026 wurden gegen 18:00 Uhr in Halle (S.) 33 °C gemessen. Die Feuchtkugeltemperatur wird an Wetterstationen europaweit routinemäßig gemessen. Ein Blick auf das Portal ‚Kachelmannwetter‘ ergab für Halle (S.) 21 °C feucht. Es fehlen ca. 9 °C bis zur kritischen Schwelle. Die Luft war zu trocken, die Thermoregulation konnte noch wirkungsvoll arbeiten. Aber physiologische Grundtatsachen berücksichtigt das RKI nicht, es benutzt einzig die „Mittlere Lufttemperatur“. Aufgabe des RKI ist es eigentlich, valide Risikoanalysen für die menschliche Gesundheit zu liefern, keine stumpfe Propaganda ohne jeden physiologischen Hintergrund!
Alternative Medien witzeln schon „Hitze ist das neue Corona“ und rätseln, wann es die „Spritze gegen Hitze“ geben wird. Auch deshalb werde ich am 6. September mein Kreuzchen bei der Basispartei machen.
https://kachelmannwetter.com/de/messwerte/feuchtkugeltemperatur.html
https://edoc.rki.de/handle/176904/11174
Titelfoto: ChatGpt
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